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Ratgeber

Was man vor einem Umzug wissen sollte

Praktische Anleitungen aus der täglichen Arbeit — geschrieben für Leute, die den Umzug selbst in die Hand nehmen. Wenn Sie danach trotzdem lieber jemanden holen: auch gut.

Kurz beantwortet

Fragen, die keinen eigenen Artikel brauchen

Die Dinge, die uns am Telefon am häufigsten gefragt werden — mit kurzer Antwort und, wo es weitergeht, mit einem Weg dorthin.

Wie viele Umzugskartons brauche ich?

Als grobe Faustregel rechnet man mit ungefähr einem Karton pro Quadratmeter Wohnfläche — bei vielen Büchern deutlich mehr, bei spärlich eingerichteten Wohnungen weniger. Verlassen Sie sich nicht zu genau darauf: zu wenige Kartons kosten eine Extrafahrt zum Baumarkt am ungünstigsten Tag, ein paar zu viele kosten nichts.

Wenn Sie bei uns buchen, bringen wir Material mit und rechnen die Menge bei der Besichtigung ab. Wie Sie richtig packen, steht im Artikel zum Packen.

Wann ist der günstigste Zeitpunkt für einen Umzug?

Zum Monatsende und zum Quartalswechsel ziehen die meisten Menschen um, weil Mietverträge zu diesen Terminen enden. Entsprechend voll sind die Kalender aller Umzugsunternehmen — und entsprechend früh sind die guten Termine weg.

Mitte des Monats und unter der Woche ist deutlich mehr Spielraum. Wer flexibel ist, bekommt eher den Wunschtermin und ein Team, das nicht schon den dritten Umzug der Woche hinter sich hat.

Bekomme ich für den Umzug frei?

Das hängt von Ihrem Arbeits- oder Tarifvertrag ab. Manche sehen Sonderurlaub für einen Umzug vor, viele nicht, und bei einem betrieblich veranlassten Umzug gelten teils eigene Regelungen. Ein allgemeiner Anspruch besteht nicht.

Sehen Sie in Ihren Vertrag oder fragen Sie in der Personalabteilung — das ist die einzige Stelle, die es verbindlich sagen kann.

Kann ich die Umzugskosten von der Steuer absetzen?

Bei einem beruflich veranlassten Umzug ist das häufig möglich, bei einem privaten unter Umständen anteilig. Welche Kosten in welchem Umfang anerkannt werden, hängt vom Einzelfall ab.

Wir sind keine Steuerberater und geben dazu bewusst keine Auskunft. Was wir liefern, ist eine ordentliche Rechnung mit ausgewiesenen Leistungen — die brauchen Sie dafür in jedem Fall.

Was passiert mit Pflanzen, Aquarium und Haustieren?

Große Pflanzen transportieren wir mit, sie sollten aber zuletzt eingeladen und zuerst ausgeladen werden. Ein befülltes Aquarium lässt sich nicht transportieren — es muss vorher abgebaut werden, und das ist ein eigener Arbeitsschritt, den Sie ankündigen sollten.

Haustiere bringen Sie am besten für den Tag woanders unter. Offene Türen, fremde Leute und Lärm über Stunden sind für Katzen und Hunde purer Stress — und ein entlaufenes Tier ist das Letzte, was an einem Umzugstag fehlt.

Wohin mit dem, was nicht mitkommt?

Brauchbares verkaufen oder verschenken, solange noch Zeit ist — danach wird es zum Entsorgungsproblem. Für den Rest gibt es Sperrmüllabholung der Kommune, den Wertstoffhof oder die Räumung durch uns.

Wenn die alte Wohnung ohnehin besenrein übergeben werden muss, lohnt es sich meist, beides an einen Termin zu legen: Was mitkommt, wird verladen, der Rest wird geräumt. Mehr dazu unter Entrümpelung und in unserem Artikel zu besenreiner Übergabe.